09.
Januar

In Deutschland fehlt es an Wohnungen. Aus Sicht der Bevölkerung ist der Wohnungsmangel momentan das wichtigste Infrastrukturproblem im Land. Das geht aus der aktuellen Studie „Global Infrastructure Index 2018“ hervor, die das Marktforschungsinstitut Ipsos mit der Global Infrastructure Investor Association in 29 Ländern durchgeführt hat.

Deutschland liegt auf dem vorletzten Platz

Nur ein Viertel der Bundesbürger bezeichnet laut Studie die Verfügbarkeit von Wohnraum als „ziemlich gut“ oder sogar „sehr gut“. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland damit auf dem vorletzten Platz. Nur die Brasilianer sind noch unzufriedener mit der Situation des Wohnungsmarktes in ihrem Land. In den meisten Ländern gilt Wohnungsknappheit als vergleichsweise geringes Problem. Global gesehen ist nur jeder dritte Befragte der Ansicht, es müsse vorrangig in Wohnraum investiert werden. 45 Prozent sehen hingegen den größten Bedarf in Investitionen im örtlichen Straßennetz.

Im Gegensatz dazu sind die Deutschen sehr zufrieden mit ihren Straßen. Auch andere Bereiche der Infrastruktur wurden hierzulande überdurchschnittlich hoch bewertet. Die deutsche Wasserversorgung ist sogar Spitzenreiter im weltweiten Vergleich: 75 Prozent der Bundesbürger sind damit rundum zufrieden. Dennoch wünscht sich fast die Hälfte der Deutschen, dass mehr für die Infrastrukturbedürfnisse der Bevölkerung getan wird.

Berlin: Preissteigerungen bis zu 152 Prozent

Der Mangel an Wohnraum führt zu hohen Mieten. Das zeigt sich in Berlin vor allem in den Innenstadtbereichen. Dort können sich immer weniger Menschen das Wohnen noch leisten. Eine aktuelle Datenauswertung von Tagesspiegel und dem Portal Immobilienscout24 hat ergeben, dass die Mieten im Ortsteil Neukölln am stärksten gestiegen sind. Seit 2007 haben sich die Angebotspreise bei Neuvermietung um 152 Prozent erhöht. Auf Platz zwei und drei folgen Wedding mit 125 Prozent und Kreuzberg mit 117 Prozent.

Für die kommenden Jahre wird mit einem weiteren Anwachsen der Einwohnerzahl in der Hauptstadt gerechnet. Langfristig wird nur der gezielte Neubau von Wohnhäusern und -anlagen für eine Entspannung am Markt sorgen können. Hochbau Falkowski trägt mit einer Vielzahl von Bauprojekten im Stadtgebiet zur Schaffung von Wohnraum bei.

Foto: Fotolia / Aliaksei

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