02. Februar

2018

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Hochbau Falkowski - Prognose

Bauprognose 2018 für Berlin: leichter Anstieg auf hohem Niveau

Die Baubranche ist eine zentraler Konjunkturmotor der Hauptstadt. Der Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg geht 2018 von einem Bauvolumen von 2,83 Mrd. Euro bei einem Wachstum von +3,2 % aus. Trotzdem decken die Neubauten besonders im Wohn- und Gewerbesegment die anhaltende Nachfrage nicht. Beim derzeitigen Zuzug von etwa 40.000 Neuberlinern pro Jahr währen mindestens 20.000 neue Wohnungen jährlich erforderlich. Aber höchstens 18.000 Wohneinheiten werden 2018 in Berlin fertiggestellt.

Wohnungsbau und Infrastruktur als Konjunkturmotor

Auch bei der Sanierung von Straßen, Brücken, Radwegen, Schulen, Kitas, Kanal- und Rohrleitungssystemen arbeiten die Bauunternehmen in Berlin bereits an ihren Kapazitätsgrenzen. Mit 530 Mio. € sollen die öffentlichen Baumaßnahmen 2018 um etwa +1,7 % steigen. Für den Wirtschaftsbau sind ähnlich wie 2017 ca. 1,1 Mrd. € vorgesehen. Derzeit arbeiten 23.229 Beschäftigte aus 2.199 Betrieben im Bauhauptgewerbe, hinzu kommen weitere 23.981 Menschen in Berliner Ausbaubetrieben. Bis Ende 2018 wird zwar mit einem weiteren Beschäftigungswachstum in der Baubranche von +3 % gerechnet, doch mittlerweile werden die Fachkräfte aus dem In- und Ausland knapp.

Baubranche boomt auch über den Berliner Speckgürtel hinaus

Denn auch im Berliner Umland und dem überwiegenden Bundesgebiet wird eifrig gebaut. In der Region Berlin-Brandenburg wird 2018 mit einem Bauvolumen von 5,59 Mrd. € bei einer Steigerung von +2,4 % gerechnet. Bundesweit geht der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie/HDB von einem Wachstum im Bauhauptgewerbe von +5,5 % aus. Neben 350.000 Wohnungsneubauten stärken besonders 14 Mrd. € für den Verkehrswegeausbau die Konjunktur.

Kapazitätsgrenzen bei Fachpersonal und Bauverwaltungen erreicht

In Berlin sind deshalb vielerorts die Leistungsgrenzen erreicht. Bauaufträge müssen mitunter mangels Fachpersonal abgelehnt werden, die Bauverwaltung kommt mit der Bearbeitung der Bauanträge kaum noch nach. Das immer knapper werdende Bauland im Zentrum der Hauptstadt erreicht astronomische Preise. Während die erteilten Baugenehmigungen 2017 um 5,8 % stiegen, konnten gegenüber dem Vorjahr nur noch -10,8 % weniger Aufträge von den Unternehmen angenommen werden.

Anhaltendes Bauwachstum für die nächsten Jahre erwartet

Für 2018 bedeutet dies, dass die Nachfrage im Bausektor ungebrochen ist, allerdings werden nun manche Projekte gestreckt und geschoben, weil ein weiteres Wachstum vieler Unternehmen kaum noch sinnvoll ist. Stattdessen ist die Auftragslage im Berliner Bauhauptgewerbe vielfach bis weit über 2020 hinaus gesichert, auch Hochbau Falkowski beklagt sich nicht. Mittelfristig ist der aktuelle Nachholbedarf zwar zu sichern, doch die Attraktivität von Berlin hält unvermindert an.

 

Bild: Sebastian Gotthardt Photography & Design

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