20. März

2019

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Hochbau

Hochbau Falkowski - Studie

ZIA-Studie: Mietpreise steigen weiterhin

Das Frühjahrsgutachten des Zentralen Immobilien Ausschusses e.V. (ZIA) für das Jahr 2019 zeigt deutlich: Miet- und Kaufpreise für Wohnungen steigen weiter. Vor allem in Ballungsräumen hilft nur Neubau.

„Wir werden als Spitzenverband diese Studie auch in diesem Jahr als Basis dafür nehmen aufzuzeigen, wo politische Ver- und Nachbesserungen notwendig sind“, sagte Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA anlässlich der Veröffentlichung. Der ZIA ist ein Wirtschaftsverband der deutschen Immobilienwirtschaft und sorgt seit 2002 durch den „Rat der Immobilienweisen“ mit jährlichen Jahresprognosen für mehr Transparenz auf den Immobilienmärkten.

Anstieg der Neuvertragsmieten

Die Untersuchung hat ergeben, dass Neuvertragsmieten im Jahr 2018 für Wohnungen in Deutschland angestiegen sind, insbesondere in den A-Städten. Das sind aus Sicht des Immobilienmarktes die wichtigsten Städte, zum Beispiel in Bezug auf Größe und Liquidität: Berlin, Hamburg, München, Köln, Düsseldorf, Frankfurt am Main und Stuttgart. Sieben deutsche Städte gehören dabei zu den wichtigsten Märkten in der Kategorie der A-Städte. Berlins Neuvertragsmieten sind mit 9,2 Prozent am stärksten gewachsen. Somit beträgt der mittlere Angebotsmietpreis 2018 12,82 €/m².

Das steigende Preisniveau ist Ausdruck des weiter bestehenden Missverhältnisses zwischen Wohnungsangebot und Wohnungsnachfrage – insbesondere in den Wachstumsregionen“, so die Studie.

Erhöhte Bautätigkeit dennoch unzureichend

Obwohl die Bautätigkeit in den meisten A-Städten gestiegen ist, übersteigt die Nachfrage weiterhin die Nachfrage. Demnach wurden im Jahr 2017 284.800 Wohnungen fertiggestellt. Dies bedeutet einen Anstieg von 2,6 Prozent, also 7.100 Wohnungen. Jedoch nimmt gleichzeitig auch die Einwohnerzahl der A-Städte zu. 2017 verstärkte sich diese um 74.200 Menschen. Den deutlichsten Wanderungsüberschuss zeigt mit 33.500 Menschen das immer beliebter werdende Berlin auf.

Auch scheint die Familiengründung weiterhin an Bedeutung zu gewinnen. So ließ sich beispielsweise in Berlin ein Geburtenüberschuss von 5.800 Menschen feststellen. Somit kann die Bautätigkeit nicht mit der Nachfrageentwicklung standhalten. Ein Resultat des immer knapper werdenden Wohnungsangebots in den Großstädten: Die Menschen siedeln sich im naheliegenden Umland an. Denn dort sind noch Mieten und Kaufpreise auf einem niedrigeren Preisniveau zu finden.

Die Lösung: Neubau

Gegen den Wohnungsmangel hilft langfristig nur Neubau. Jedoch wird der häufig durch langwierige Genehmigungsverfahren maßgeblich gehemmt. Ausgerechnet in der angespannten Lage des Wohnungsmarktes geht die Zahl der Baugenehmigungen zurück. Das könnte fatale Folgen für die künftige Entwicklung haben. So wurden in den ersten elf Monaten des Jahres 2018 20.468 neugebaute Wohnungen genehmigt, im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres waren es noch 2.000 Wohnungen mehr. Das entspricht einem Rückgang von 9%.

Die Studie zeigt: Die Nachfrage steigt weiterhin. Die einzige realistische Lösung ist letztendlich der Wohnungsneubau. Dafür muss die Politik allerdings gezielte Anreize schaffen. Genehmigungsverfahren müssen beschleunigt, Investitionen erleichtert und steuerliche Vorteile für Bau und Sanierung geschaffen werden.

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